Dieser Artikel ist ein bisschen anders. Er ist eher „runtergeschrieben“ und mehr ein Teaser als die anderen Artikel. Denn: das Proteus-Projekt geht in die letzte Runde. Der Themenabend im September war quasi der „Auftakt zum Abschluss“. In den kommenden Monaten – bis zum nächsten Sommer – thematisieren wir inhaltlich Lösungen den 10 Verhaltensmustern hochbegabter Menschen im Job, die wir an den letzten 30 Themenabenden herausgefiltert haben.
Im September ging es um Fokus. Das Thema war etwas eigennützig gewählt, denn mir (Eva) ging genau dieser Fokus etwas flöten und zwar auch in Hinblick auf das Proteus-Projekt. Ich habe ihn jetzt wieder. 😉 Spannenderweise war das Ergebnis des Abends auch für uns mal wieder etwas überraschend. Denn die Ursachen für einen verstreuten Fokus gehen offenbar deutlich tiefer als die reine „Funktionsweise des Gehirns“ – und werden mit den üblichen Lösungsstrategien daher nicht nachhaltig erreicht. Das war jedenfalls unsere Wahrnehmung. Und wie so häufig kommen mir im Nachgang zum Themenabend immer wieder Gedanken, die das ganze noch einmal von dieser oder jener Seite anders beleuchten. Die Tiefe des Austauschs an den Abenden und dieser Nachgang ist mir so wichtig. Denn das führt dazu, dass die Lern-Nuggets, die daraus entstehen, nicht nur an der Oberfläche kratzen. Der Fokus fehlte mir offenbar, weil die Vision noch nicht ganz reif war und der Inhalt noch nicht fertig entwickelt. Und genau das hat mich bisher im Verlauf des Projekts daran gehindert, die erarbeiteten Informationen so zu nutzen, wie es schon von Anfang an vorgesehen war: nämlich als Input zu Kursen, die uns anhand unserer Herausforderungen nicht nur in der Produktivität, sondern – fast noch wichtiger – auch in der Persönlichkeitsentwicklung weiterbringen. Speziell entwickelt anhand der Herausforderungen hochbegabter Menschen im Berufsalltag. Denn mit dem Herangehen an Herausforderungen kann keine Anpassung an ein System gemeint sein. Vielmehr geht es um eine Akzeptanz und hierfür notwendigerweise um ein Verständnis der eigenen Stärken und Schwächen und einen selbst-bewussten Umgang damit. Ich hoffe, dass die Nuggets, die nun nach und nach auf e-learning.inwia.de unter der Rubrik „Für Hochbegabte“ erscheinen werden, diesem Anspruch gerecht werden. Und ich wünsche denen, die ein solches Nugget ausprobieren möchten, viele ganz persönliche Einsichten in die eigene Funktionsweise.
Foto: Barbara Haidinger